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21.05.2013

Statistische Flüssiggaspreisentwicklung bricht um 22% ein

Das Statische Bundesamt bestätigt den drastischen Absturz der Flüssiggaspreisentwicklung. Die deutschen Erzeugerpreise für Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff lagen im April 2013 um 21,5 Prozent tiefer als im April 2012, wie die Behörde am Dienstagmorgen in Wiesbaden mitteilt. Aufgrund der Abstinenz des Flüssiggas-Kartells kommen die Abschläge beim Verbraucher an.

Im April 2012 pendelten die Flüssiggaspreise auf den Flüssiggasbörsen bei 65-80 Cent je Liter inklusive Mehrwertsteuer. Im April 2013 ergaben Abfragen auf den Webseiten der Händler durchschnittliche Preise von 56-60 Cent. Im Mittel liefern die Beobachtungswerte einen Rückgang um 20 Prozent, der sehr nahe an den offiziellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt.

Es erscheint durchaus sinnvoll die Flüssiggaspreise auf der Erzeugerebene und der Verbraucherebene regelmäßig zu kontrollieren, um mögliche neue Preisabsprachen der Händler aufzudecken. Die Tatsache, dass in Deutschland Flüssiggas-Miettanks nicht frei beliefert werden dürfen, ist ein Hemmschuh für den Wettbewerb.

Eigentümer der Tanks sind in der Regel Flüssiggas-Lieferanten. Sie haben prinzipiell einen Anreiz im Zweifel ein paar Cent mehr pro Liter zu berechnen, weil der Kunde nicht zu einem anderen Anbieter ausbüchsen kann. Nur ein mündiger Verbraucher kann die Problematik beheben, in dem er auf die Anmietung von Flüssiggastanks verzichtet.