Berlin45 Ct (+4 Ct)Köln45 Ct (+5 Ct)
Hamburg 44 Ct (+2 Ct)Frankfurt45 Ct (+4 Ct)
München47 Ct (+5 Ct)Leipzig46 Ct (+5 Ct)
Flüssiggaspreis Ø: 45,55 Cents
Stand: 09.01.2020, Literpreis inkl. MwSt.
3 Wochen: +4,23 Cents (+10,24%)

23.03.2013

Sinkende Flüssiggaspreise im Bann von miesen Konjunkturdaten

Die deutsche Flüssiggaspreisentwicklung gibt in der letzten Märzwoche nach. In den deutschen Großstadtgebieten sinkt der Flüssiggaspreis im Mittel um ein Cent auf 58,3 Cent je Liter. Überraschend schwache Konjunkturdaten dürften dahinter stecken. Das produzierende Gewerbe will nicht auf die Beine kommen.

Trotz der weiterhin sehr kalten Temperaturen in vielen Teilen Deutschland werden Flüssiggaskunden nicht von den Winterpreisen gebissen. In der Regel ist das Heizgas im Winter um 1-2 Cent teuer als im Sommer, weil bei kälteren Umgebungstemperaturen der Energieinhalt pro Tonne Flüssiggas geringer ist.

Am stärksten ist der Rückgang der Flüssiggaspreise in Berlin und Hamburg, wo es um zwei Cent nach unten geht. Es folgen Köln und München mit Abschlägen in der Größenordnung von einem Cent. Im Rhein-Main-Gebiet und Sachsen gibt es keine Veränderung. Flüssiggas kostet nach wie vor 59 Cent (Frankfurt) bzw. 58 Cent (Leipzig).

Die Schuldenkrise schlägt auf die Stimmung der Firmen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank entgegen den Erwartungen von 107,4 Punkten im Februar auf 106,7 Punkte im März. Der von Ökonomen viel beachtete Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe fiel in Deutschland von 50,3 auf 48,9 Zähler. Damit befindet der Index unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Im Hafenraum Antwerpen-Rotterdam-Amtserdam (ARA) sinkt derweil der Propanpreis für Großlieferungen unter 800 Dollar pro Tonne. Im Februar kostete Propan noch 900 Dollar. Ein Preisrückgang ist auch bei Rohbenzin zu beobachten, welches von 1.000 Dollar auf 900 Dollar sinkt. Die parallel stattfindenden Preisrückgange gelten als Indiz für einen konjunkturbedingten Abschwung in Westeuropa.

Verdrängungseffekte kommen nicht zum tragen, weil sowohl Propan als auch Rohbenzin im Gleichklang fallen. Die chemische Industrie drosselt ihren Verbrauch von Propan und erhöht die Nachfrage nach Rohbenzin, wenn Propan teurer ist als Rohbenzin. Dies konnte man im Spätsommer und Herbst des letzten Jahres beobachten.