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27.02.2013

Fracking Made in Germany revolutioniert Flüssiggaspreise

Die Flüssiggaspreise könnten langfristig fallen. Das wäre ein Novum für Verbraucher, die sich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass sich Gas, Strom und Erdölprodukte stetig verteuern. Deutschland tastet sich langsam in die Schiefergasförderung vor. Das so genannte "Fracking" hat in den USA seinen Ursprung. Aktuell ist Gas in den Vereinigten Staaten rund 70 Prozent billiger als in Europa.

Fracking soll künftig unter strengen Auflagen in Deutschland zugelassen werden. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich auf ein Gesetz zur Schiefergasförderung geeinigt. Weil die langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt noch nicht bekannt sind, soll die Schiefergasförderung nur unter strengen Auflagen möglich sein.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR) hat ermittelt, dass Deutschland über Schiefergasvorkommen von rund 2,3 Billionen Kubikmeter Gas verfügt. Würde nur die Hälfte gefördert, ließe sich der deutsche Gas-Bedarf über mehr als zehn Jahre decken. Zwar dürfte das nicht ausreichen, um einen ähnlichen Dämpfungseffekt der Gaspreise wie in den USA zu erreichen.

Bei der Hebung des deutschen Schiefergasschatzes würden die Energiepreise dennoch ordentlich sinken. Für die Politik könnte es noch andere Gründe geben auf "Fracking" zu setzen. Deutschland würde seine Abhängigkeit von russischen Gas verringern und könnte Schiefergas nutzen, um die Energiewende preistechnisch besser in den Griff zu bekommen. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob die Wissenschaft eine Fördertechnologie entwickeln kann, bei der keine giftigen Chemikalien zum Einsatz kommen.