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04.11.2014

Ölpreis-Crash! Wird Flüssiggas jetzt noch billiger?

Die massive Förderung von Öl und Gas in den Vereinigten Staaten wirbelt die Energiemärkte durcheinander. Verbraucher in Deutschland, unter ihnen auch Flüssiggaskunden, profitieren. Die Flüssiggaspreise sind so tief wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Das Nachsehen von dem Einbruch der Ölnotierungen hat Russlands Staatshaushalt.

Brent Ölpreisentwicklung

Das Nordseeöl Brent sinkt auf 81,95 Dollar pro Fass (159 Liter). Das ist der tiefste Stand seit November 2010. Weil das in Deutschland nach DIN 51622 verkaufte Flüssiggas zu 95 Prozent aus Propan und Propen bestehen muss, die bei der Förderung von Öl und Gas in der Nordsee als Nebenprodukt anfallen, haben sinkende Ölpreise früher oder später sinkende Flüssiggaspreise zur Folge.

Unterdessen bekommt Russland mit seinen Staatsfinanzen immer größere Probleme. Man braucht einen Ölpreis von über 100 Dollar, um über die Runden zu kommen. Weil Moskau die Gaspreise an die Ölpreise gekoppelt hat, sieht es düster aus. Die großen Abnehmer in Westeuropa werden nun auf die Einhaltung der Lieferverträge pochen, die Russland dazu verpflichtet, die Gaspreise zu senken.

Zwischen dem 19. Juni und 4. November 2014 sank der Brent Ölpreis von 116,30 Dollar auf 81,95 Dollar (-29,54 Prozent). Die Flüssiggaspreise fielen im gleichen Zeitraum von 50,22 Cents auf 46,10 Cents (-8,20 Prozent). Daraus ergibt sich einstweilen folgende Faustregel:

Wenn der Ölpreis um 1 Dollar sinkt, dann wird der Liter Flüssiggas um 0,12 Cents günstiger.