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07.10.2014

Dank Biopropan niedrige Flüssiggaspreise als Dauerzustand

Bisher wird das in Deutschland immer beliebter werdende Flüssiggas bei der Raffinerierung von Rohöl zu Benzin und bei der Förderung von Erdöl und Erdgas gewonnen. Dies ändert sich nun. Das im englischen Sprachgebrauch mit LPG (Liquefied Petroleum Gas) bezeichnete Flüssiggas kann bald zu 100 Prozent in Deutschland hergestellt werden.

Mehr Wettbewerb der Anbieter untereinander sei genau das, was der Flüssiggasmarkt in Deutschland brauche. Die Zeiten, als die Anbieter durch ein Kartell ihre Marktmacht ausnutzten, seien nun einmal vorbei, sagen Rohstoffexperten.

Das Unternehmen Neste Oils beginnt mit dem Bau einer Biopropan-Anlage. In der neuen Anlage wird das bei der Herstellung von Diesel aus nachwachsenden Rohstoffe als Nebenprodukt anfallende Biopropan aufbereitet. Die Reinigung und Aufbereitung ermögliche es, dass Bioproan in allen bestehenden Flüssiggasanwendungen eingesetzt werden könne, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Mit Flüssiggas aus erneuerbaren Rohstoffen steht dem Markt ein qualitativ hochwertiger und nachhaltiger Energieträger zur Verfügung, der als Kraftstoff oder aber auch als Heizgas eingesetzt werden kann“, sagte Andreas Stücke, Chef des Deutschen Verbandes Flüssiggas (DVFG), bei einer Pressekonferenz auf der Automechanika Messe in Frankfurt.

Flüssiggas nach DIN 51622 muss einen Propan/Propen-Anteil von mindestens 95 Prozent aufweisen.

Sollte sich das Angebot von Propan auf dem deutschen Markt erhöhen, müsste es nach den volkswirtschaftlichen Gesetzen von Angebot und Nachfrage zu einem Absinken der Flüssiggaspreise kommen.

Binsenweisheiten

Experten raten dazu, Flüssiggas nicht während der Heizsaison zu bestellen. Wer jedes Jahr zwischen April und Juni kaufe, könne bis zu 15 bis 20 Prozent sparen. Darüber hinaus gelte nach wie vor die Binsenweisheit, dass Händler bei großen Bestellmenge Rabatte einräumen. Daher kann es sinnvoll sein eine Einkaufsgemeinschaft in der Nachbarschaft zu bilden.

Juristen geben zu bedenken, man solle sich lieber ganz genau anschauen, mit wem man eine Einkaufsgemeinschaft bilde. Wenn ein Abnehmer nicht zahlt, könne der Rest der Einkaufsgemeinschaft haftbar gemacht werden.